Készítette: Quadro Byte Zrt.

    Unter den Werken von László Csiky

Sie ergötzen, sie spornen zum Erkennen, zum Nachdenken an. Das ist die Wirkung, die Ausstrahlung seiner Standbilder. Seine etwa 600 Arbeiten, (in der Grössenordnung einer Batallion) sind persönlichkeitstragend- und vermehrend.

Seine originale, reine Quelle ist seine Urheimat, Siebenbürgen. Die Berge, die sprudelnden kristallklar hinunterfliessenden Bäche, und die handwerkliche Geschicklichkeit des Volksstammes der Székler - die dort Hunderttausende besitzen - haben László Csiky den Schwung und die Freude am künstlerischen Schaffen gebracht. Diese Erbe hob ihn auf in die Höhe der Kunst, und während dessen sein Geist immer reicher wurde, drängte ihn diese Begabung zu immer besseren Werken, seine bildhauerische Ausdrucksweise zur Schöpfung immer neueren Gipfeln der geistvollen und Ideen-beladenen darstellenden Kunst.

Seine Leistung in erster Linie ist, die von der stillen Ironie bis zum beissenden Sarkasmus reichende Satire, gleichzeitig Karikatur und Statue, - zum ersten Mal das Wesentliche betreffend, mit Plastik ausgedrückter Gedanke.

Seine Hand und sein Geist wird von einem Staunen und von einem diabolischen handgeschicklichem Können geführt, ein angeborenes Talent, zu dem ein nicht alltägliches menschliches und ärztliches Intellekt kommt. Es gibt Künstler, die eben der Medizinwissenschaft eine bedeutende Rolle in ihrer Kunst zu verdanken haben. Solche waren in der ungarischen Literatur László Németh, in der Bildhauerei Ferenc Medgyessy, und nun auch László Csiky.

László Csiky vereinigte in seinem Lebenswerk die heilende, medizinische und künstlerische Tätigkeit. Aus der Verschmelzung dieser Beiden, aus der von dieser Mischung resultierenden tiefschürfenden Kenntnisse des Menschen ergab sich die Wirkung seiner Werke. Dazu kommt noch, dass er eine physische Unermüdlichkeit aus seiner sportlichen Tätigkeit schöpfte. Er ist nämlich ein landesweit anerkannter Meister im Hammerwerfen.

Sein Repertoire reicht von der Kleinpastik mit der Thematik der Charakterdarstellungen, wie "der Székler mit der Preife" bis zur hohen Karikatur-Portrait-Kunst mit den allerberühmtesten unsterblichen Modellen, wie Lincoln, Kossuth, Széchenyi, von der guten Darstellungskunst bis zu den Werken, die vom bleibendem Wert sind. Seine wachsende geistige Ausdruckskraft, die zu seiner handwerlichen Virtuosität kam, haben ihm einen vornehmen Platz in der Reihe unserer zeitgenössischen Künstler gesichert.

Seine Kunstgattung heisst László Csiky. Ist das, was er schafft, Karikatur? Oft ist die Antwort: "Ja." Was die Qualität anbetrifft : im besten Sinn des Wortes.

Sein "Pavarotti" ist genauso ein Volltreffer, wie sein "Széchenyi"oder sein

"Fürst Ferenc Rákóczi II.". Alle drei in drei ganz verschiedenen Auffassungen, und Annäherungsweisen an das Thema. Seine Werke sind proportionell gut aufzuteilen in satirische Darstellungen, bzw. Karikaturen, und ehrfurchtvolle bildhauerische Darstellungen, Denkmäler. Die eine Gruppe bilden Karikaturen, wie Clinton, Jelzin, zu der Anderen gehören Standbilder, wie "Ferenc Deák" (ein grosser Staatsmann, "Weise des Vaterlandes" von den Ungarn genannt, weil er den Ausgleich mit Österreich 1867 möglich machte). Die Ungarn kannten diesen Staatsmann bis jetzt, als die Ruhe, die Harmonie selbst, einen Mann, der die Dinge von Oben sieht. Csiky zeigt uns neue Eigenschaften und Aspekte seiner Persönlichkeit. In unanfechtbare Würde schaut er uns von seinem Portrait an, die Entschlossenheit eines Löwenherzen, der bewusst die Ziele Kossuths mit anderen Methoden verwirklicht hat. Er schildert in seinen Portraits auch Gedanken, innere seelische Kämpfe, wie bei Széchenyi oder Fürst Rákóczi, die das tragische Schicksal unserer Nation trotz ihres Genies nicht aufhalten konnten.

Im Standbild des berühmtesten ungarischen Malers der Moderne, Csontváry, können wir seine avantgardistische Besessenheit erkennen, die seine expressionistischen Bilder charakterisieren. Bartók zeigt uns der Künstler, als mit sich und der Welt ringenden Musik-Genie. Károly Kós, Siebenbürgens bedeutendster Architekt und Schriftsteller im 20. Jahrhundert trägt den ständigen Kampf für die Gerechtigkeit, die er für sein Volk und Heimat kämpfte, in seinen Gesichtsfalten.

In seiner Galerie finden wir aber auch alle bedeutenden Grössen unserer Zeit, ebenfalls mit Charakter-enthüllenden Zügen in ihren Gesichtern. Mit grosser Ehrfurcht wird Papst Johannes Paul II. dargestellt, schmunzelnd sarkastisch de Gaulle, Churchill, der Schauspieler Belmondo, der Debreziner Kammersänger Tréfás genauso, wie Wallenberg, ein Märtyrer des 20. Jahrhundert, der für die Rettung der ungarischen Juden mit dem Tod bezahlte.

Auch die Bewegungen, symbolische Gegenstände usw, helfen uns den Charakter hinter dem Gesicht zu verstehen. Der berauscht schwankend russische Volkstanz praesentierende Jelzin mit der Wodka-Flasche in der Hand, Chirac, als gallischer Hahn, schildern nicht nur die Person, sondern auch das Klischee des Volkes, das sie vertreten haben.

László Csiky ist auch sehr erfinderisch und pfiffig in seinen formellen Lösungen. Das sehen wir im Portait von Albert Szent-Györgyi. Wir sehen gleichzeitig, was uns von ihm einfallen muss: das Vitamin C-enthaltende Paprika. Seine Kunst entwickelt sich immer weiter, wie seine Kenntnisse immer umfangreicher werden. Er arbeitet unheimlich schnell. In der Bildhauerkunst ist er ein Paganini seines Genres im 20. Jahrhundert. Es mag wohl viele Karikaturen-Bildhauer auf der Welt sein, aber László Csiky gibt es nur einmal, weil er in seinen Portaits ganze Charakterisierungen verdichtet. Mit den Grösten seiner Gattung ist er nicht durch formelle Ähnlichkeit, sondern durch essentielle Verwandschaft verbunden. Der Verdienst von Daumier ist, dass er die Karikatur auf die Ebene der Malerei gehoben hat. László Csiky machte dasselbe mit der Bildhauerkunst.
Miklós Losonci          

Dr. Csíky László   -   6600 Szentes, Ifjúsági sétány 13.   -   E-mail: gcsiky@yahoo.fr