Készítette: Quadro Byte Zrt.

    Laudatio auf László Csiky

Ich habe die ehrenvolle Aufgabe gerne auf mich genommen, wenn auch unwürdig und unnötig, Partei für Herrn László Csiky zu ergreifen, der diese Parteinahme schon dadurch verdient, dass das, was er macht, tut, schafft, kreiert und schöpft, nur ganz Wenige ausser ihm können.

Es gibt nur eine Hand voll Menschen auf dieser Welt, die in dieser ausgefallenen Genre der bildhauerischen Kunst, als Kunstschaffende, in seiner Grössenordnung von seinem Format und Persönlichkeit wirken.

Ich kann meine Hochschätzung nur ausdrücken, indem ich meinen Lieblingkarikaturisten Tibor Kaján× erwähne, als vergleichbare Grösse in dieser Kunst. Er war der gesalbte Philosoph des Zeichnens, und damit habe ich auch Herrn Csiky definiert. Er wandelt leichtfüssig auf einem so individuellen, verschlungenen Weg der bildenden Kunst, wo ausser ihm nur sehr wenig Menschen herumzustolpern vermögen.

(Nur nebenbei bemerkt: ich kann kaum erwarten, dass Kaján von mir eine Karikatur zeichnet, weil ich erst von dieser Zeichnung erfahren werde, wer ich eigentlich bin.)

In der letzten "ausgefallenen Stunde"×× zeichnete er György Aczél××× mit drei T-Buchstaben, und damit den Zeitgeist, den seine Tätigkeit im kommunistischen Ungarn signalisierte, frappant ausgedückt. Es was ein Volltreffer, und am treffendsten mit einem Vergleich zu würdigen, um László Csiky vor- und darzustellen, und das könnte nur der Vergleich mit Honore Daumier sein.

Seine karikeriende Kunst machte die Begriffe "Kunstverständiger", "die Richter", "die Jury", als Karikaturen mit tieferem Sinn unsterblich. Und diese Figuren machten selbst Daumier unsterblich, genauso, wie die Darstellung der Figuren von Cervantes: Don Quijote und Sanco Panza.

Als ihm ebenbürtige Klassiker der zeichnenden Satire möchte ich unsere armen, verwaisten, ungarischen Karikaturisten bezeichnen, denen ihre Publikationsmöglichkeiten, Zeitschriften Wochen- und Monatsblätter unter ihren Füssen weggerutscht sind.
    Ferenc Sajdik
    Hih (István Hegedűs)
    Jenő Dalos, Béla Tettamanti
    László Réber
    Liviusz Gyulai...
    Nun, diese Menschen haben Bildung, Humor, und Bleistift 3B.
Warum wurde die Herausgabe der satirischen Zeitschrift "Ludas Matyi"×××× eingestellt? Das war eine Zeitschrift, die, vor allem in den 50-er Jahren, aber auch später, ganz bis zu ihrer endgültigen Einstellung ein wöchentlicher Labsal für unsere Seeele war. Ich trauere heute noch um unsere "Ludas Matyi"!

Bitte schön, meine Damen und Herren, Herr Csiky kann etwas, was diese Herren konnten, etwas an der Grenze zwischen Bitter und Grotesk, mit deftigem Humor gepaart. Es ist etwas verblüffend Originelles.

Ich kann es nicht besser definieren.
Er ist auch sehr gebildet und gut orientiert, er liebt es, mit seinem scharfen Pfeil in die Mitte der Zielscheibe zu treffen.

Also zum Beispiel, wenn es sich um Albert Szent-Györgyi××××× handelt, muss die Nase aus Paprika sein.

Er zielt, und trifft voll die Politiker, die Künstler, kurz: alle Berühmtheiten, VIPs und Honoratioren.
Seine Arbeit wird durch die richtige Wahl der Materie, fundierte Kenntnisse des Themas, detaillierte Ausführung und Sorgfalt gekennzeichnet.

Sein Name ist im Ausland in Fachkreisen bekannter, als hierzulande.

Deshalb kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass László Csiky ein hervorragender Darsteller nicht nur Ungarns, sondern überhaupt unserer Zeit ist.
Er prüft uns, als Chronist, mit unverhohlenem Neugeir, auf Herz und Niere, sieht alles, und zeigt uns durch seine satirische Brille ein märchenhaftes, groteskes Spiegelbild. Schmunzelnd - liebevoll.

Ich liebe die Kunst von László Csiky, und schätze hoch, was er uns bis jetzt präsentiert hat.

Ich schlage vor, die Aufmerksamleit der Kossuth-Preis-Kommission auf diesen ungarischen Arzt von Szentes zu richten.

Mit freundlichen Grűßen: Paul Kő - Univ. Professor - Bildhauer, Kossuth-Preis-Traeger,          


Erleuterungen:

× Tibor Kaján einer der in Ungarn bekanntesten und populärsten Karikaturisten

×× "ausgefallene Stunde" eine allgemein bekannte literarische Fernsehsendung im Ung. Fernsehen wie z.B. ""literarisches Quartett""in Deutschland.

××× György Aczél Kultusminister der schlimmsten "kommunistischen" Zeit in Ungarn, allgemein gefürchtet und gehasst.
Seine Schlagworte waren die sogenannten 3 T-s: "tiltani"= verbieten,
"tűrni"= dulden, "támogatni"= unterstützen

×××× "Ludas Matyi" (Gänsehiasl) eine satirische Zeitschrift, wie es z.B. der "Simplizissimus" gewesen ist. Ebenfalls nach einer literarischen Figur betitelt. Im 18. Jahrhundert schrieb ein Oberleutnant der öst. Armee, Namens Michael Fazekas von einem einfältigen Bauernburschen, der sich am fetten adeligen tyrannischen Gutsbeitzer, der ihm seine Gaense zu Unrecht konfisziert und ihm dazu noch Peitschhiebe verabreichen liess, 3-fach gerächt hat.
Also das Motto der Zeitschrift war: "das Volk verprügelt jetzt die Herrschaft"

××××× Albert Szent-Györgyi Nobelpreisträger, er entdeckte das Vitamin "C", und zwar im Paprika.

Der Kossuth-Preis ist die höchste Ehre, die einem Ungar in seiner Heimat widerfahren kann. ( für Kunst, Literatur,Wissenschaft usw.)
Dr. Csíky László   -   6600 Szentes, Ifjúsági sétány 13.   -   E-mail: gcsiky@yahoo.fr